Wohngeld

Wohngeld in München: was bei hohen Mieten ankommt

München ist die einzige Großstadt in der höchsten Mietstufe VII. Trotzdem liegen viele Mieten über dem, was das Wohngeld berücksichtigt. Der Rechner ist auf München eingestellt.

Haushalt

mit Komma getrennt, leer = keine

0, wenn kein Lohn

Für alle Kinder zusammen, 0 = nichts

Ohne Heizung

Abschlag laut Vermieter oder Versorger

Mietstufe VII für das Wohngeld

Mehr: Elterngeld, Rente und anderes Einkommen

Beide Eltern zusammen

Rente, Arbeitslosengeld, Krankengeld

Empfohlen: Grundsicherungsgeld

1.781 €im Monat

So viel Geld hat der Haushalt insgesamt, mit Lohn und Leistungen

Netto aus Arbeit1.432 €
Grundsicherungsgeld (Jobcenter)349 €
Leistungen zusammen349 €

Wohngeld und Kinderzuschlag reichen nicht, um Ihren Bedarf zu decken. Zuständig ist das Jobcenter; es zahlt auch die angemessenen Kosten der Unterkunft.

Netto geschätzt mit Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer. Miete und Heizung in tatsächlicher Höhe; das Jobcenter zahlt nur die angemessenen Kosten (nach der Karenzzeit). Vermögen wird nicht geprüft.

Die Kombinationen im Vergleich

WegLeistungenGeld im MonatBewertung
Grundsicherungsgeld ✓349 €1.781 €Vom Jobcenter; Wohngeld und Kinderzuschlag entfallen dann.
Wohngeld236 €nicht möglichReicht nicht: es fehlen 113 € zum Bedarf, also Grundsicherungsgeld.
Rechenweg: Bedarf und Einkommen nach dem SGB II
Regelbedarf alleinstehend (Stufe 1)563 €
Miete und Heizung870 €
Bedarf1.433 €
Netto aus Arbeit (1.432 € abzüglich Freibetrag 348 €)− 1.084 €
Grundsicherungsgeld349 €

Wohngeld: berücksichtigte Miete 696 € (Höchstbetrag 677 € plus Klimakomponente 19 €), Heizkostenkomponente 110 €, Monatseinkommen nach Abzügen 1.258 €.

Anträge: Grundsicherungsgeld beim Jobcenter, Wohngeld bei der Wohngeldstelle der Stadt oder Gemeinde, Kindergeld und Kinderzuschlag bei der Familienkasse, Unterhaltsvorschuss bei der Unterhaltsvorschussstelle des Jugendamts. Entscheiden wird immer die Behörde.

So wird gerechnetRecht in Kraft am 20. Oktober 2026; Grundsicherungsgeld nach dem SGB II seit 1. Juli 2026.

München hat beim Wohngeld die Mietstufe VII, die höchste, die das Gesetz kennt. Das bedeutet die höchsten Obergrenzen für die Miete: 677 € für eine Person, 820 € für zwei, 975 € für drei und 1.139 € für vier Personen, jeweils zuzüglich Klimakomponente von 19,20 € bis 34,40 €. Viele Münchner Bruttokaltmieten liegen trotzdem darüber, und was darüber liegt, bezuschusst das Wohngeld nicht. Ein Beispiel: Bei 780 € Bruttokaltmiete und 1.900 € brutto berücksichtigt die Wohngeldstelle für eine alleinstehende Person nur 696,20 € der Miete und zahlt rund 236 € im Monat. Weil die Höchstbeträge hoch sind, reicht das Wohngeld in München weiter in mittlere Einkommen hinein als anderswo. Zuständig ist die Wohngeldstelle der Landeshauptstadt; für Umlandgemeinden gelten eigene Stufen und eigene Stellen. Nach dem Gesetzentwurf für 2027 bliebe München in Stufe VII.

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Wie viel einer Münchner Miete zählt

München, Mietstufe VII. Mieten und Löhne sind Beispielwerte; Wohngeld nach § 19 WoGG, eigene Berechnung, Stand 20. Oktober 2026.
HaushaltBruttokaltmieteBerücksichtigtAnteilNicht berücksichtigtBruttoWohngeld
1 Person850 €696,20 €82 %154 €1.800 €278 €
2 Personen1.050 €844,80 €80 %205 €2.600 €259 €
3 Personen1.250 €1.004,60 €80 %245 €2.900 €426 €
4 Personen1.450 €1.173,40 €81 %277 €3.600 €592 €

Die Tabelle zeigt das Grundproblem in München: Auch in der höchsten Stufe deckt der Höchstbetrag nur einen Teil typischer Mieten. Bei den Beispielmieten bleiben je nach Haushalt zwischen 154 € und 277 € im Monat ohne Zuschuss, rund ein Fünftel der Miete. Das Wohngeld hilft trotzdem spürbar, denn auf den berücksichtigten Teil kommt noch der Heizkostenbetrag, und die Formel übernimmt bei kleinem Einkommen einen großen Teil davon. Wer eine Wohnung sucht, kann mit den Höchstbeträgen abschätzen, welcher Teil der Miete gefördert würde. Garagen- oder Stellplatzmieten und Möblierungszuschläge zählen dabei nicht zur Bruttokaltmiete und müssen herausgerechnet werden.

Bis zu welchem Einkommen es in München Wohngeld gibt

Mietstufe VII, ein Verdienst, Arbeitnehmer mit Steuern und Sozialabgaben. Eigene Berechnung in Schritten von 10 €.
PersonenMiete am HöchstbetragHöchster Bruttolohn mit Wohngeld
1696 €2.410 €
2845 €3.210 €
31.005 €3.980 €
41.173 €5.340 €
51.341 €6.100 €

In Stufe VII liegen die Einkommensgrenzen am höchsten. Für einen Haushalt mit vier Personen und einem Verdienst reicht der Anspruch bis zu einem Bruttolohn von rund 5.340 € im Monat, für eine alleinstehende Person bis rund 2.410 €. Zum Vergleich: In Mietstufe I endet der Anspruch einer alleinstehenden Person schon deutlich früher. Voraussetzung ist, dass die Miete mindestens den Höchstbetrag erreicht, was in München häufig der Fall ist. Liegt die Miete darunter oder gibt es weiteres Einkommen wie Unterhalt, sinkt die Grenze. Die Grenzen für alle Stufen zum Vergleich stehen unter Wohngeld-Einkommensgrenzen.

Wohngeld und andere Hilfen in München

Haushalte mit Kindern sollten neben dem Wohngeld den Kinderzuschlag prüfen, bis zu 297 € je Kind von der Familienkasse. Reichen Lohn, Wohngeld und Kinderzuschlag nicht für den Bedarf, ist das Jobcenter zuständig; es übernimmt die Miete nur bis zur Münchner Angemessenheitsgrenze, die die Stadt selbst festlegt und die nichts mit der Mietstufe zu tun hat. Ob für Ihren Haushalt Wohngeld oder Grundsicherungsgeld gilt, zeigt der Vergleich im Rechner oben.

Wo der Antrag gestellt wird

Für Wohnungen im Stadtgebiet ist die Wohngeldstelle der Landeshauptstadt München zuständig. Wer im Umland wohnt, wendet sich an seine Gemeinde oder das Landratsamt. Wohngeld gibt es ab dem Monat des Antrags, in der Regel für 12 Monate. Fehlende Unterlagen können Sie nachreichen; der Eingang des Antrags sichert den Monat. Mehr dazu unter Wohngeld beantragen. Wie sich die Lage in einer Stadt der Stufe VI darstellt, zeigt Wohngeld in Köln.

Häufige Fragen zu diesem Thema

Gilt für den Landkreis München dieselbe Mietstufe wie für die Stadt?

Nicht unbedingt. Gemeinden mit mindestens 10.000 Einwohnern haben eine eigene Stufe, kleinere Gemeinden die Stufe ihres Landkreises. Für größere Orte im Umland wie Unterschleißheim, Garching oder Ottobrunn steht die Stufe deshalb gesondert in der Anlage zur Wohngeldverordnung. Zuständig für den Antrag ist dort in der Regel das Landratsamt oder die Gemeinde, nicht die Stadt München.

Bekommt man in München mit einem mittleren Einkommen noch Wohngeld?

Häufiger als in anderen Städten, weil die Höchstbeträge in Stufe VII am höchsten sind. Entscheidend sind aber Haushaltsgröße und Einkommen. Eine Familie mit zwei Kindern und einem Verdienst kann bei einer Miete am Höchstbetrag auch mit einem Bruttolohn über dem Durchschnitt noch Wohngeld bekommen; die Grenzen für jede Haushaltsgröße stehen in der Tabelle auf dieser Seite.

Hilft mir das Wohngeld in München, wenn meine Miete weit über dem Höchstbetrag liegt?

Ja, aber nur bis zum Höchstbetrag plus Klimakomponente. Die Wohngeldstelle rechnet dann mit diesem Wert statt mit Ihrer tatsächlichen Miete. Der Teil darüber bleibt ohne Zuschuss. Eine Kürzung oder Ablehnung wegen einer zu teuren Wohnung gibt es beim Wohngeld nicht; anders als beim Grundsicherungsgeld müssen Sie nicht umziehen.

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Herausgeber eines Rechners, der Grundsicherungsgeld, Wohngeld, Kinderzuschlag, Kindergeld, Elterngeld und Unterhaltsvorschuss für denselben Haushalt nebeneinanderstellt

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Rechtsstand 20. Oktober 2026: SGB II in der Fassung ab 1. Juli 2026, Regelbedarfe 2026, Wohngeld seit 1. Januar 2025, Quellen gelesen am . Schätzung nach Gesetz und Verordnung mit den angegebenen Daten; verbindlich ist nur der Bescheid der zuständigen Stelle, keine Rechtsberatung.